Mainz. Endokrinologe Prof. Wüster informiert über Osteoporose

Osteoporose Erkrankung.

Was kann man gegen Osteoporose tun, bevor der Knochen brüchig wird?

Osteoporose ist längst eine sogenannte „Volkskrankheit“. Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Osteoporose. Statistiker gehen von rund sechs Millionen Betroffenen aus. Rund fünf Millionen sind Frauen. Wie kommt es zu Osteoporose?

Was geschieht in meinem Körper, wenn die Knochendichte abnimmt? Was kann man gegen Osteoporose tun? Fragen, die der Endokrinologe Prof. Dr. Christian Wüster täglich in seiner Praxis in Mainz von Patienten gestellt bekommt.
Die Knochen unseres Skeletts bestehen aus einer elastischen Struktur aus Kollagen. Dieses Eiweiß macht das Bindegewebe in unserem Körper stabil. Zwischen den Kollagenfasern ist Kalzium eingelagert, wodurch die Knochen die notendige Stabilität erhalten. „Osteoporose ist eine Krankheit, die dieser festen Struktur die Stabilität nimmt. Die Knochen verlieren an Dichte“, so Prof. Dr. Wüster.

Wie kommt es zu Osteoporose? Was kann man gegen Osteoporose tun?

Heimtückisch ist der Krankheitsverlauf der Osteoporose. Der Knochenschwund entwickelt sich schleichend und dabei völlig schmerzfrei und ohne Störungen. Nicht selten wird die Osteoporose erst dann festgestellt, wenn es zu einem Knochenbruch gekommen ist. Obwohl bestimmte Knochen wie die Wirbelkörper oder der Oberschenkelhals besonders häufig brechen, betrifft die Osteoporose mit zunehmendem Alter das ganze Skelett.

Unterschieden wird zwischen primärer und sekundärer Osteoporose

Grundsätzlich, so der Mainzer Endokrinologe, werde zwischen der primären und der sekundären Osteoporose unterschieden. Besonders häufig liege die primäre Form vor. Diese entstehe beispielsweise bei der Frau infolge einer verringerten Hormonversorgung nach den Wechseljahren. „Anders die sekundäre Osteoporose, die in Folge einer Erkrankung oder aufgrund der Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison entsteht. Diese Form der Osteoporose kann sich auch nur lokal entwickeln – etwa dann, wenn Entzündungen die Ursache sind. Auch kann eine Überfunktion der Schilddrüse oder der Nebenschilddrüsen Osteoporose verursachen. Risikofaktoren wie Alkohol oder Rauchen begünstigen die Entstehung einer Osteoporose zudem.“
Osteoporose kann heute sehr gut behandelt werden. Wichtig für den Behandlungserfolg ist eine frühe Diagnose. „Gibt es Fälle von Osteoporose in der Familie oder liegen andere Risikofaktoren vor, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen anzuraten. Eine Untersuchung, bei der unter anderem auch die Knochendichte gemessen wird, schafft schnell Klarheit über die Erkrankung“, so Prof. Dr. Christian Wüster in Mainz.

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