Schilddrüse

Prof. Dr. Wüster.

Ganz sicher ist die Schilddrüse die bekannteste Hormondrüse. Das hängt auch damit zusammen, dass es Störungen der Schilddrüse gibt, bei denen das Organ als Schwellung unter der Haut sichtbar wird. Geformt wie ein „H“ befindet sich die Schilddrüse vor der Luftröhre im Bereich des Kehlkopfes. Zudem sind Störungen der Schilddrüse alles andere als eine Seltenheit. Die Auswirkungen einer Schilddrüsenstörung sind vielfältig. Ist man beispielsweise depressiv, ohne Antrieb oder gar aggressiv – die Schilddrüse kann die Ursache sein. Das Organ ist etwa 3-5 cm lang, wiegt beim Mann rund 25 Gramm, bei der Frau etwa 18 Gramm.

Überprüfung der Schilddrüse.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion, die auch Hyperthyreose genannt wird, werden von dem Organ zu viele Hormone produziert. Dabei handelt es sich um die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Die Schilddrüsenhormone haben insbesondere Auswirkungen auf die geistige, aber auch körperliche Leistungsfähigkeit. Entsprechend vielseitig sind die Ausprägungen dieser Fehlfunktion. Zur Produktion dieser Hormone benötigt die Schilddrüse das Element Jod. Bei der Schilddrüsenüberfunktion handelt es sich um eine Krankheit, bei der die individuelle Erkrankungswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Lebensalter steigt.

Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, entwickelt sich in vielen Fällen schleichend. Nach und nach treten Symptome auf, die oft zu spät ein eindeutiges Krankheitsbild beschreiben. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Abnahme des sexuellen Verlangens, Depressionen, auch Haarausfall und Gewichtszunahme ohne Grund verweisen auf eine Schilddrüsenunterfunktion. Produziert die Schilddrüse weniger Hormone, fährt der Körper seine Stoffwechselproduktion herunter.