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Schilddrüse

Hormon- & Stoffwechselzentrum in Mainz: Informationen zur Schilddrüse

Die Schilddrüse: Kleines Organ mit großer Wirkung

Das lebenswichtige Organ Schilddrüse steuert die zentralen Funktionen in unserem Körper.
Klein, aber oho. Die Schilddrüse ist ein unscheinbares Organ, das eine maximale Wirkung entfaltet. Ganz sicher ist sie die bekannteste Hormondrüse. Das hängt auch damit zusammen, dass es Störungen der Schilddrüse gibt, bei denen das Organ als Schwellung unter der Haut (Kropfbildung) sichtbar wird. Geformt wie ein „H“ befindet sich die Schilddrüse vor der Luftröhre im Bereich des Kehlkopfes. Zudem sind Störungen der Schilddrüse alles andere als eine Seltenheit. Die Auswirkungen einer Schilddrüsenstörung sind vielfältig. Ist man beispielsweise depressiv, ohne Antrieb oder gar aggressiv – die Schilddrüse kann die Ursache sein. Das Organ ist etwa 3-5 cm lang, wiegt beim Mann rund 25 Gramm, bei der Frau etwa 18 Gramm. Sie liegt vorne am Hals zwischen Kehlkopf und Brustbein.

Sämtliche lebenswichtigen Funktionen in unserem Körper werden von der Schilddrüse gesteuert:

  • Verdauung,
  • Herz und Blutkreislauf,
  • Stoffwechsel und Wachstum,
  • Knochenumbau,
  • Nerven- und Muskeltätigkeit,
  • Psyche, Seele
  • Fruchtbarkeit und Sexualität.

Unser Wohlbefinden, die Psyche, ja selbst das Wachstum von Haaren, Haut und Fingernägeln sowie das Knochenwachstum werden von dem Organ beeinflusst. Kommt die schmetterlingsförmige Schilddrüse außer Tritt, hat das Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Der Endokrinologe Prof. Christian Wüster aus Mainz rät deshalb bei Beschwerden, die ihre Ursache in einer Fehlfunktion der Schilddrüse haben können, zu einer umfassenden Diagnose.

Kropf (Struma)

Beim Kropf, der sogenannten Struma, handelt es sich um eine Vergrößerung der Schilddrüse. Früher war häufig ein Jodmangel Ursache dieser Veränderung. Heute sind es mehr genetische Ursachen, eine familiäre Belastung spielt eine grosse Rolle. Jod wird zur Produktion der Schilddrüsenhormone benötigt. Ein Jodmangel verursacht das Anwachsen der Schilddrüse. Die vergrößerte Schilddrüse kann Beschwerden hervorrufen, wenn sie auf Luftröhre und Speiseröhre drückt.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Eine Schilddrüsenüberfunktion liegt vor, wenn in der Schilddrüse zu viele Hormone gebildet und ausgeschüttet werden. Dabei handelt es sich um die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Die Schilddrüsenhormone haben insbesondere Auswirkungen auf die geistige, aber auch körperliche Leistungsfähigkeit. Entsprechend vielseitig sind die Ausprägungen dieser Fehlfunktion. Zur Produktion dieser Hormone benötigt die Schilddrüse das Element Jod. Bei der Schilddrüsenüberfunktion handelt es sich um eine Krankheit, bei der die individuelle Erkrankungswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Lebensalter steigt.

Die Folge können u.a. Hyperaktivität, schneller Puls, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Haarausfall und stete Unruhe sein. Häufig wird in diesem Zusammenhang die Erkrankung Morbus Basedow diagnostiziert.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Produziert die Schilddrüse zu wenige Hormone, ist von einer Schilddrüsenunterfunktion, medizinisch Hypothyreose, die Rede. Typische Folgen einer Schilddrüsenunterfunktion sind depressive Verstimmungen, Abnahme des sexuellen Verlangens, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder auch Gewichtszunahme. Spröde Haare, Haarausfall, trockene Haut oder rissige Fingernägel können auch auf eine Schilddrüsenunterfunktion zurückgeführt werden. Die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, entwickelt sich in vielen Fällen schleichend. Nach und nach treten Symptome auf, die oft zu spät ein eindeutiges Krankheitsbild ergeben. Produziert die Schilddrüse weniger Hormone, fährt der Körper seine Stoffwechselproduktion herunter. Häufigste Ursache ist die Autoimmunthyreopathie Hashimoto.

Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung)

Hashimoto-Thyreoiditis ist die am häufigsten auftretende und diagnostizierte Autoimmunerkrankung. Sie macht etwa 80 Prozent der Schilddrüsenerkrankungen insgesamt aus. Statistisch gesehen erkranken Frauen etwa zehnmal häufiger an der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto als Männer. Hashimoto tritt vorwiegend in einem Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf. Auch ist eine familiäre Veranlagung festzustellen. Kinder, bei denen ein oder beide Elternteile an Hashimoto erkrankt sind, erkranken selbst mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (die Statistik geht von 25 Prozent aus) an der Autoimmunerkrankung. In diesen Fällen sollten etwa ab dem sechsten Lebensjahr Vorsorgeuntersuchungen stattfinden, um die Schilddrüsenerkrankung frühzeitig zu erkennen. Neben der genetischen Vorbelastung gibt es weitere Faktoren, die die Entstehung einer Hashimoto Thyreoiditis begünstigen können:

  • chronische oder schwere Infekte, neg. Stress, Depressionen und Lebenskrisen, wie z.B. Trennungen, schwere Erkrankungen eines Familienangehörigen u.ä.
  • besondere hormonelle Ausgangslagen (beispielsweise in der Pubertät, während der Schwangerschaft, der Menopause oder beim Vorliegen eines hohen Östrogenspiegels bei einem gleichzeitig niedrigen Progesteronspiegel, z. B. Follikelpersistenz),
  • Starke Hormonschwankungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsprobleme, schlechte und einseitige Ernährung, Rauchen, zu viel Alkohol.

Bei der Hashimoto Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Der Name der Erkrankung geht auf den japanischen Arzt Hakaru Hashimoto zurück. Er war der erste Mediziner, der die Krankheit im Jahr 1912 beschrieb. Die Folge von Hashimoto Thyreoiditis kann eine Schilddrüsenunterfunktion sein, die ganz unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben kann. Ausgelöst wird die Hashimoto Thyreoiditis durch das körpereigene Immunsystem. Ein fehlgeleiteter Immunprozess greift die Schilddrüse an, zerstört sie nach und nach. Die Folge: Die angegriffene Schilddrüse ist nicht mehr in der Lage, in ausreichendem Maße Hormone zu produzieren.

Eine Hashimoto Thyreoiditis kann unterschiedliche Verlaufsformen aufweisen. Sie lassen sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Medizinisch gilt jede Verlaufsform als eigenständiges Krankheitsbild. Unterschieden werden generell drei Verlaufsformen:

  • akut auftretende Entzündungen
  • langsam verlaufende Entzündungen
  • chronische Entzündungen

Die für Hashimoto Thyreoiditis typische Entzündung kann sich auf einen bestimmten Bereich der Schilddrüse beschränken oder sich diffus im Gewebe der Schilddrüse verteilen.

Oft tritt die Erkrankung im Rahmen von Autoimmunerkrankungen auf. Dabei bildet der Körper Abwehrstoffe, sogenannte Autoantikörper, gegen die eigene Schilddrüse. Die Ursache für diese Vorgänge gilt als ungeklärt. In der Folge kann es zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse kommen. Auf Dauer entsteht aufgrund der Schädigung des Schilddrüsengewebes eine Schilddrüsenunterfunktion, wobei es im Krankheitsverlauf immer wieder zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen kann. Wie viele Erkrankungen der Schilddrüse gilt auch die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis als sehr gut behandelbar. In manchen Fällen leiden die betroffenen Patienten unter mehreren Autoimmunerkrankungen gleichzeitig.

Endokrinologe aus Mainz informiert zum Krankheitsverlauf bei Hashimoto

Krankheitsverlauf und Auswirkungen können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Während viele Hashimoto Patienten mit der Erkrankung gut zurechtkommen, sind andere erheblich dadurch eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Hashimoto Thyreoiditis schmerzlos und oft in Schüben verläuft. Ein eindeutiges, immer gleiches Krankheitsbild gibt es bei Hashimoto nicht. Nicht selten vergehen Jahre, bis ein Facharzt die Erkrankung eindeutig feststellt. Symptome treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Typisch bei Schilddrüsen-Unterfunktion sind Beschwerden wie

  • allgemeine Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Müdigkeit,
  • körperliche Schwäche,
  • ständiges Frieren,
  • Verdauungsprobleme,
  • Zunahme des Körpergewichts,
  • erhöhte Blutfettwerte,
  • Haarausfall,
  • spröde Haare,
  • ein unregelmäßiger Zyklus,
  • Probleme, schwanger zu werden,

wenn eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.

Diagnose Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenunterfunktion in Mainz

Die Schilddrüse versorgt unseren Körper mit den lebenswichtigen Hormonen Thyroxin und Trijodthyronin. Die erforderliche Menge von der Schilddrüse produzierter Hormone wird im Gehirn und der Hirnanhangdrüse, der Hypophyse, über die Abgabe des stimulierenden Hormons TSH gesteuert. Im Hormon- & Stoffwechselzentrum in Mainz werden Erkrankungen der Schilddrüse behandelt. Die Diagnose einer Schilddrüsenfehlfunktion erfolgt vorwiegend mittels Erhebung der Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung und Messung der Schilddrüsenhormone im Blut. Eine Behandlung sieht insbesondere die Einnahme von Medikamenten bzw. Tabletten vor, die Hormone beinhalten.

Dabei handelt es sich vor allem um die Schilddrüsenerkrankungen:

  • Kropf (Struma),
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose),
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose, Hashimoto) sowie
  • weitere Erkrankungen der Schilddrüse wie bösartige Tumoren, Schilddrüsenkrebs
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüsen.

Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Schilddrüse in Mainz, Rhein-Main und darüber hinaus

Im Hormon- & Stoffwechselzentrum in Mainz findet sich gebündelte Kompetenz für die Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster ist weit über Mainz, Frankfurt, Wiesbaden und das Rhein-Main-Gebiet hinaus ein geschätzter und erfahrener Ansprechpartner zu Beschwerden, die im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen stehen können. Patienten aus dem Raum Bitburg und Trier, Koblenz, Bingen, Kaiserlautern, Worms, Darmstadt, Rüsselsheim und Bad Homburg werden im Hormon- & Stoffwechselzentrum therapiert. Zur Diagnose und Therapie stehen im medizinischen Versorgungszentrum moderne medizinische Geräte wie Sonographie und Szintigraphie zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Sie zu weiterführenden Untersuchungen ins MED Facharztzentrum oder ein anderes Röntgeninstitut überwiesen. Zudem nehmen wir Ihnen Blut ab, das wird in unseren hauseigenen Speziallabors untersucht. Wir können auch genetische Test durchführen lassen. Je nach Intensität der Analyse liegt das Untersuchungsergebnis noch am gleichen Tag vor. Weitreichendere Analysen können etwas länger dauern. Nach Anamnese, Diagnose und Untersuchungen im Hormon- & Stoffwechselzentrum gibt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wüster eine Therapieempfehlung ab, die er in einem Arztbrief dem überweisenden Hausarzt und auf Nachfrage dem Patienten übermittelt. Wird eine endokrinologische Erkrankung festgestellt, bespricht Prof. Wüster mit seinen Patienten das weitere Vorgehen. Wird eine solche ausgeschlossen, erfolgt die weitere Abklärung der Symptome über den Hausarzt.

Diagnose und Therapie von Hashimoto Thyreoiditis in Mainz/Wiesbaden

Das Hormon & Stoffwechselzentrum unter der Leitung von Endokrinologe Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster in Mainz hat einen großen Einzugsbereich. Patienten aus Rheinland-Pfalz und dem Rhein-Main-Gebiet wissen die moderne Ausstattung und die große fachärztliche Erfahrung zu schätzen. Niedergelassene hausärztliche Kollegen schicken ihre Patienten zur Abklärung eines Verdachts auf Hashimoto in unsere Praxis. So finden regelmäßig Patienten aus den Regionen rund um Bitburg und Trier, Koblenz, Bingen, Kaiserlautern, Bad Homburg, Darmstadt, Rüsselsheim und Worms den Weg ins Hormon & Stoffwechselzentrum. Das medizinische Versorgungszentrum liegt mitten im Herzen der Stadt Mainz und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Parkplätze in den Parkhäusern in unmittelbarer Nähe sind vorhanden. Unsere medizinische Infrastruktur ist gut auf Patienten ausgerichtet, die abklären müssen, ob eine Hashimoto Thyreoiditis vorliegt.

Patienten, die in die Facharztpraxis für Endokrinologe von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster kommen, werden zunächst in einem ausführlichen Gespräch befragt. Nach dieser Anamnese erfolgt eine Blutuntersuchung. Ein Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis kann mit Hilfe präziser Blutwerte erhärtet werden. Im Labor des Endokrinologen wird insbesondere die Konzentration der sogenannten Schilddrüsenhormone (T3 und T4) gemessen. Auch ist der TSH-Wert relevant. Hierbei handelt es sich um ein Hormon der Hypophyse, das die Aufgabe hat, die Schilddrüse zur Hormonproduktion anzuregen. Weitere Merkmale, die die Laboruntersuchung liefern kann, sind Antikörper gegen Eiweiße der Schilddrüse. Ergänzend zur Blutuntersuchung kann die Untersuchung mit Ultraschall als ein zuverlässiges und etabliertes bildgebendes Verfahren Informationen über die Schilddrüse selbst liefern:

  • Welche Struktur hat die Schilddrüse?
  • Ist die Schilddrüse vergrößert?
  • Sind Form und Ausmaße normal und damit „im Rahmen“?

Eine weitere Untersuchungsoption im Rahmen der Diagnostik stellt die Biopsie dar. Dabei entnimmt der Endokrinologe mit Hilfe einer sehr feinen Nadel eine Gewebeprobe der Schilddrüse zur weiteren Laboruntersuchung. Eingangs aufgeführte Symptome, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine Hashimoto Thyreoiditis hinweisen, lassen sich mit einer zielgerichteten Hormonbehandlung in der Regel effektiv behandeln. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Unsere Praxis im Herzen von Mainz ist verkehrsgünstig gelegen und gut an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr angeschlossen. Zudem sind Parkplätze in den Parkhäusern in nächster Nähe und der Mainzer Innenstadt vorhanden. Unsere Praxisabläufe sind optimiert und darauf ausgerichtet, die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Hormonlabor

  • Sämtliche Hormonanalysen und endokrinolog. Funktionsstests mittels immunometrischer Verfahren
  • RIA-Labor
  • Molekular-biologische Untersuchungen (Polymorphismen)

Knoten und Carcinome

  • Betreuung von Patienten, die an Tumoren endokriner Organe wie Schilddrüse, Nebenniere, Hypophyse u.a. erkrankt oder bereits operiert sind.
  • Versorgung von Pat. Mit mult. Endokriner Neoplasie (MEN 1, MEN 2)
  • Mitbetreuung von Patienten mit Tumorosteopathien

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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