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Hyperparathyreoidismus

Nebenschilddrüsenüberfunktion

Primärer HPT

Die Erkrankung ist charakterisiert durch eine Erhöhung des Calciums im Blut bei gleichzeitig erhöhtem bzw. nicht-supprimiertem Nebenschilddrüsenhormon (Parathormon). Durch das Vorhandensein dieser Laborkonstellation ist die Diagnose gestellt. Als Nächstes wird untersucht, inwieweit die Krankheit fortgeschritten ist (Stadieneinteilung). Liegen Nierensteine vor, hatte der Patient Frakturen erlitten oder bestehen Begleiterkrankungen wie Depression oder erhöhter Blutdruck. Die Knochendichte wird gemessen. Anschließend wird entschieden, ob eine Operationsindikation besteht. Ist dies der Fall, erfolgt eine Lokalisationsdiagnostik des vermuteten Nebenschilddrüsenadenoms mittels Nebenschilddrüsensonographie beziehungsweise Szintigraphie. Nicht-operabele Patienten mit pHPT können auch medikamentös mit Mimpara® behandelt werden.

Sekundärer HPT

Der sHPT ist charakterisiert durch ein erhöhtes Parathormon und niedrig normales oder erniedrigtes Serum-Calcium. Häufigste Ursache sind Vitamin D-Mangel oder Niereninsuffizienz. Selten sind PTH-Rezeptordefekte beim Pseudohypoparathyreoidismus.

Hypoparathyreoidismus

Nebenschilddrüsenunterfunktion

Diese Erkrankung wird durch den Chirurgen bei der Schilddrüsenoperation verursacht oder ist angeboren. Charakterisiert ist sie durch erniedrigtes Serum-Calcium und erniedrigtes Parathormon. Klinisch imponieren Krämpfe, unbehandelt kann sich ein M. Fahr (Stammganglienverkalkung) entwickeln. Eine Osteoporose entsteht nicht, die Knochendichte ist eher hoch.

Therapie der Wahl sind die synthetischen Vitamin D-Metabolite 1-Alpha-Calcidiol oder 1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol. Es ist eine lebenslange Therapie. Die alleinige Therapie mit Calcium ist obsolet.

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