Terminsprechstunden:
Mo, Di, Do: 8 -12.30 Uhr u. 14 - 18.00 Uhr - Mi u. Fr. 8 - 14.00 Uhr

Osteomalazien

Die Osteomalazien unterteilen sich in die hypokalziämischen und hypophosphatämischen Rachitiden sowie die Hypophosphatasie.

Eine Osteomalazie ist eine Knochenstoffwechselerkrankung, bei der genügend Knochen vorhanden ist, dieser aber nicht ausreichend mineralisiert ist.

Besteht eine Osteomalazie mit erniedrigtem Serum-Kalzium, ist die Ursache meist in einem Vitamin-D-Mangel zu finden. Häufig begleitet diese ein sekundärer Hyperparathyreoidismus. Die häufigsten Ursachen eines Vitamin-D-Mangels bzw. einer verminderten Vitamin-D-Wirkung sind:

  • mangelnde Besonnung
  • Alternde Haut (ab dem 60. Lebensjahr verstoffwechselt die Haut fast kein Vitamin D mehr)
  • Lichtschutzfaktor-enthaltende Kosmetika
  • Zu niedriger Sonnenstand (Frühjahr, Winter, Herbst)
  • Defekte Leberverstoffwechsellung
  • Antiepileptika-Einnahme
  • Niereninsuffizienz
  • Genetische Defekte der 1-alpha-Hydroxylase
  • Vitamin-D-Rezeptor-Defekte

Bei den Osteomalazien mit niedrigem Serum-Phosphat besteht meist eine Störung im Phex-/FGF23-Stoffwechsel. Diese Erkrankungen sind häufig genetisch bedingt oder werden durch Tumorerkrankung ausgelöst.

Die Hypophospatasie (HPP) ist eine genetische Erkrankung der alkalischen Phosphatase, die mit mehreren klinischen Symptomen einhergeht. Die Patienten können Muskelbeschwerden haben und werden häufig als Fibromyalgie beziehungsweise früher Weichteilrheumatismus fehldiagnostiziert. Früher Zahnverlust und schlechte Zähne sind typische Beispiele der HPP. Stressfrakturen sind sehr häufig durch HPP verursacht. Es gibt eine kausale Therapie in Form einer Enzymersatztherapie mit rekombinanter alkalischer Phosphatse = Asfotase alfa (Strensiq®).

Videos