Schenkelhalsfraktur

Schenkelhalsfraktur – Informationen für Patienten aus Mainz

Bei einer Schenkelhalsfraktur handelt es sich um einen typischen Knochenbruch, der vor allem bei älteren Menschen auftritt. Etwa 150 von 100.000 Personen erleiden pro Jahr eine sogenannte hüftgelenknahe Femurfraktur. Ältere Menschen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Schenkhalsfraktur. Bei Menschen über 65 Jahre sind es bezogen auf 100.000 Einwohner zwischen 650 und 900 Patienten. Im Volksmund wird die Schenkelhalsfraktur als Oberschenkelhalsbruch bezeichnet. Aufgrund der demographischen Entwicklung, also einer steigenden Lebenserwartung und einem höheren Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung, ist davon auszugehen, dass die Zahl der Schenkelhalsfrakturen um drei bis fünf Prozent steigen wird. Bei jüngeren Patienten tritt eine isolierte Femurfraktur eher selten und meist in Verbindung mit Stürzen aus großer Höhe oder schweren PKW Unfällen auf.

Vor allem ältere Frauen sind – hormonell bedingt – von einer erhöhten Brüchigkeit ihrer Knochen vor allem bei Osteoporose betroffen. Dann kann es schon durch ein leichtes Trauma in Folge einer erhöhte Sturzneigung und Gangunsicherheit zu einer schweren Verletzung des Schenkelhalses kommen. Problematisch gerade bei älteren Patienten: Oft ist die Schenkelhalsfraktur der Beginn einer längerfristige Pflegebedürftigkeit.

Diagnostisch wird je nach Lokalisation zwischen einer Schenkelhalsfraktur im Halsbereich zwischen Oberschenkelkopf und Schaft und einer pertrochantären Fraktur zwischen den Trochanteren (Rollhügeln) am Oberschenkelknochen unterschieden.

Prof. Dr. Dr. Wüster: Wie verläuft die Therapie bei Schenkelhalsfraktur?

Den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie von 2015 zufolge ist die operative Versorgung einer Schenkelhalsfraktur Standard. Nur in Ausnahmefällen kann konservativ behandelt werden. Die Therapieplanung erfolgt immer in Abhängigkeit vom Einzelfall, also vom Alter, der Knochenqualität, der Art der Fraktur und mit Rücksicht auf Vorerkrankungen sowie Narkose- und Operationsrisiken. Bei noch vergleichsweise mobilen Patienten wird die Fraktur in der Regel operativ mit einem Implantat erfolgen. Wichtig sind eine frühzeitige Mobilisierung und volle Belastung, damit die Patienten nicht zu lange ruhiggestellt sind. Für die operative Versorgung stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

  • Zum einen die Stabilisierung der Fraktur mit Platten und Schrauben, auch als Osteosynthese bezeichnet. Dabei kann das Hüftgelenk erhalten bleiben.
  • Zum anderen der Ersatz des Hüftgelenks durch eine Totalendoprothese.

Nach der Operation ist die Einleitung einer medikamentösen Osteoporose-Therapie Pflicht, diese Therapie muss lebenslang durchgeführt werden, damit es nicht zu weiteren neuen Frakturen kommt.

Endokrinologe in Mainz: Die beste Therapie einer Schenkelhalsfraktur ist die Prävention

Wir richten im Hormon & Stoffwechselzentrum in Mainz, in dem Patienten aus den Regionen Bitburg, Trier, Frankfurt, Koblenz, Bad Homburg, Kaiserslautern, Darmstadt, Rüsselsheim, Bingen und Worms behandelt werden, vor allem auf die Prävention und OP-Nachsorge. Denn eine Schenkelhalsfraktur ist gerade für ältere Patienten ein Einschnitt. Nicht selten sind sie danach auf dauerhafte Unterstützung angewiesen. Zur Prävention gehört eine knochengesunde Lebensführung mit ausreichend Bewegung, Muskelaufbautraining, calcium- und eiweißreicher Ernährung und Sturzprävention, zum Beispiel durch propriozeptives Vibrationstraining. Hochbetagte sollten ausreichend mit Calcium und Vitamin D versorgt sein.