Hashimoto

Diagnose, Krankheit, Therapie in Mainz: Was ist eine Hashimoto Thyreoiditis?

Bei der Hashimoto Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Die Folge dieser Erkrankung kann eine Schilddrüsenunterfunktion sein, die ganz unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben kann. Ausgelöst wird die Hashimoto Thyreoiditis durch das körpereigene Immunsystem. Ein fehlgeleiteter Immunprozess greift die Schilddrüse an, zerstört sie nach und nach. Die Folge: Die angegriffene Schilddrüse ist nicht mehr in der Lage, in ausreichendem Maße Hormone zu produzieren. „Krankheitsverlauf und Auswirkungen können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein“, weiß der in Mainz niedergelassene Endokrinologe Prof. Dr. Christian Wüster. Während viele Hashimoto Patienten mit der Erkrankung gut zurechtkommen, sind andere durch die Erkrankung erheblich eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Hashimoto Thyreoiditis schmerzlos und oft in Schüben verläuft. „Ein eindeutiges, immer gleiches Krankheitsbild gibt es bei Hashimoto nicht. Nicht selten vergehen Jahre bis ein Facharzt das Krankheitsbild eindeutig feststellt“, so der Mainzer Endokrinologe. Symptome treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Typisch sind Beschwerden wie

  • allgemeine Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Müdigkeit,
  • körperliche Schwäche,
  • ständiges Frieren,
  • Verdauungsprobleme,
  • Zunahme des Körpergewichts,
  • erhöhte Blutfettwerte,
  • Haarausfall,
  • spröde Haare,
  • ein unregelmäßiger Zyklus,
  • Probleme, schwanger zu werden,

wenn eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.

Endokrinologe (Mainz): „Immer gleiches Krankheitsbild gibt es bei Hashimoto nicht“

Hashimoto-Thyreoiditis ist die am häufigsten auftretende und diagnostizierte Autoimmunerkrankung. Sie macht etwa 80 Prozent der Schilddrüsenerkrankungen insgesamt aus. Statistisch gesehen erkranken Frauen etwa zehnmal häufiger an der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto als Männer. Die Erkrankung tritt vorwiegend in einem Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf. Auch ist eine familiäre Veranlagung festzustellen. Kinder, bei denen ein oder beide Elternteile an Hashimoto erkrankt sind, erkranken selbst mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (die Statistik geht von 25 Prozent aus) an der Autoimmunerkrankung. In diesen Fällen sollten etwa ab dem sechsten Lebensjahr Vorsorgeuntersuchungen stattfinden, um die Schilddrüsenerkrankung frühzeitig zu erkennen. Neben der genetischen Vorbelastung gibt es weitere Faktoren, die die Entstehung einer Hashimoto Thyreoiditis begünstigen können:

  • chronische oder schwere Infekte, neg. Stress, Depressionen und Lebenskrisen wie z.B. Trennungen, schwere Erkrankungen eines Familienangehörigen u.ä.
  • besondere hormonelle Ausgangslagen (beispielsweise in der Pubertät, während der Schwangerschaft, der Menopause oder beim Vorliegen eines hohen Östrogenspiegels bei einem gleichzeitig niedrigen Progesteronspiegel, z. B. Follikelpersistenz),
  • Starke Hormonschwankungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsprobleme, schlechte und einseitige Ernährung, Rauchen, zuviel Alkohol.

Diagnose und Therapie von Hashimoto Thyreoiditis in Mainz / Wiesbaden

Patienten, die vorwiegend aus Mainz, der Region Rheinhessen, Wiesbaden und Frankfurt (Rhein-Mainz) in die Facharztpraxis für Endokrinologe von Prof. Dr. Christian Wüster kommen, werden zunächst in einem ausführlichen Gespräch befragt. Nach dieser Anamnese erfolgt eine Blutuntersuchung. Ein Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis kann mit Hilfe präziser Blutwerte erhärtet werden. Im Labor des Endokrinologen wird insbesondere die Konzentration der sogenannten Schilddrüsenhormone (T3 und T4) gemessen. Auch ist der TSH-Wert relevant. Hierbei handelt es sich um ein Hormon der Hypophyse, das die Aufgabe hat, die Schilddrüse zur Hormonproduktion anzuregen. Weitere Merkmale, die die Laboruntersuchung liefern kann sind Antikörper gegen Eiweiße der Schilddrüse. Ergänzend zur Blutuntersuchung kann die Untersuchung mit Ultraschall als ein zuverlässiges und etabliertes bildgebendes Verfahren Informationen über die Schilddrüse selbst liefern:

  • Welche Struktur hat die Schilddrüse?
  • Ist die Schilddrüse vergrößert?
  • Sind Form und Ausmaße normal und damit „im Rahmen“?

Eine weitere Möglichkeit der Diagnose stellt die Biopsie dar. Dabei entnimmt der Endokrinologe mit Hilfe einer sehr feinen Nadel eine Gewebeprobe der Schilddrüse zur weiteren Laboruntersuchung. Die eingangs aufgeführten Symptome, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine Hashimoto Thyreoiditis hinweisen, lassen sich mit einer zielgerichteten Hormonbehandlung sehr effektiv behandeln.

Erkrankung der Schilddrüse: Hashimoto Diagnose und Therapie in Mainz

Diagnose: Hashimoto.

Unser Immunsystem funktioniert wie ein Schutzschild, das Krankheitserreger abwehrt

Immer häufiger versagt bei Menschen das natürliche Abwehrsystem. Greifen Abwehrzellen körpereigenes Gewebe an, kommt es zu fatalen Folgen. Hashimoto ist eine dieser Autoimmunerkrankungen. Auch für medizinische Laien ist Hashimoto kein Fremdwort mehr.
Hashimoto Thyreoiditis führt zu einer chronischen, schmerzlosen Entzündung der Schilddrüse. Dabei wird Gewebe der Schilddrüse durch einen gestörten Immunprozess durch sogenannte T-Lymphozyten zerstört. Es bilden sich zudem Antikörper gegen ein Enzym der Schilddrüse, das der Hormonproduktion dient. Weiterlesen

Therapie in Mainz: Depressionen, Wechseljahre oder Hashimoto?

Hashimoto oder Depression?

Der Mainzer Endokrinologe Prof. Dr. Christian Wüster über die weitläufigen Symptome der Hashimoto Thyreoiditis

Viele Frauen sind ratlos. „Was habe ich?“, fragen sie sich. „Was ist mit mir los?“. Sind es Depressionen, bin ich schon in den Wechseljahren? Zu den Stimmungsschwankungen kommt oft Müdigkeit, Schlafstörungen, Haarausfall, fehlender Antrieb, eine träge Verdauung. Viele Menschen leben jahrelang mit diesen Symptomen, ohne wirklich zu wissen, was mit ihnen los ist. „Oftmals“, so der Mainzer Endokrinologe Prof. Dr. Christian Wüster, „sind es die Symptome einer Hashimoto Thyreoiditis. Ob eine chronische Entzündung der Schilddrüse tatsächlich vorliegt, kann definitiv insbesondere nach einer Blutuntersuchung festgestellt werden.“ Weiterlesen

Mainzer Endokrinologe: Hashimoto, Krankheit mit vielen Gesichtern

Hashimoto / Mainz

Je mehr Stress, desto größer das Risiko der Autoimmunerkrankung Hashimoto

Müdigkeit, Gewichtsverlust, Frieren, Herz-Rhythmus-Störungen und Depressionen sind nur wenige Symptome, die mit Hashimoto, einer Erkrankung der Schilddrüse, einhergehen. Vor allem berufstätige Frauen leiden in Deutschland an Hashimoto. Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse gehören zu den Volkskrankheiten, etwa 10 Prozent der Frauen und 2 Prozent der Männer leiden an einer sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis. Im Rahmen einer solchen Autoimmunerkrankung der Schilddrüse kann sich eine Unter-(Hashimoto) oder Überfunktion (Basedow) entwickeln. 10 Prozent der Gesamtbevölkerung haben erhöhte Schilddrüsen-Autoantikörper im Blut nachweisbar. 7,5 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik haben erhöhte Hormonwerte und somit eine latente Unterfunktion. Weiterlesen