Hypertonie als Folge endokrinologische Krankheitsbilder

Wenn eine hormonelle Störung Bluthochdruck verursacht

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist eine weit verbreitete Erkrankung, die aufgrund des heutigen Lebensstils stark zunimmt und bis zu 20% der Menschen in Mitteleuropa betrifft. Weniger oft sind diejenigen Hypertonien, die auf bestimmte, meist hormonelle Grunderkrankungen zurückzuführen sind und in der Folge oft erst spät als solche „Ausnahmen“ erkannt werden. (Bluthochdruck wird nur zu ca. 5 -10% endokrin verursacht.)

Sekundäre Hypertonie

Es gibt verschiedene endokrine (hormonelle) Ursachen für die Entstehung einer arteriellen Hypertonie. Dazu zählen zum Beispiel diverse Erkrankungen von Hypophyse, (Neben-)Schilddrüse und Nebenniere. Eine sogenannte sekundäre Hypertonie ist für einen recht geringen Teil der Bluthochdruckkrankheiten verantwortlich und tritt teilweise schon bei jungen Patientinnen und Patienten auf. Fehlen bei diesen Bluthochdruck-Patinetinnen und -Patienten die „klassischen“ Risikofaktoren (starkes Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Lebensstil), dann lohnt ggf. auch die gezielte Untersuchung durch Fachärzte, ob eine endokrine Ursache gegeben ist. In vielen Fällen ist eine solche Blutdruckerkrankung ggf. operativ und medikamentös behandelbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sekundäre Hypertonien behandeln

Ist beispielsweise ein gutartiger Hormon-produzierender Tumor die Ursache des Bluthochdrucks, wird dieser zumeist operativ entfernt. In der Folge verschwindet die Hypertonie dann meist immer.

Wenn die Nebennierenrinde zu viel Aldosteron produziert (Conn-Syndrom) und das nicht auf ein Adenom zurückgeht, kann beispielsweise ein familiärer Hyperaldosteronismus dafür verantwortlich sein, dass zu viel Natrium im Körper verbleibt und damit auch zu viel Wasser, während zu viel Kalium ausgeschieden wird. Unbehandelt kann solch eine sekundäre Hypertonie zu Organschäden führen und natürlich Herzinfarkte und Schlaganfälle zur Folge haben.

Es gibt medikamentöse Therapien (Aldosteronhemmer), die den Salz- und Wasserhaushalt regulieren helfen können. 

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