Hypophyse

Funktion und Bedeutung der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)

Das kleine, etwa ein Gramm schwere Organ liegt an der Unterseite des menschlichen Gehirns. Wie ein Tropfen, kirschkerngroß liegt die Hirnanhangdrüse, medizinisch Hypophyse genannt, etwa auf der Höhe der Nasenwurzel geschützt in einer Knochenmulde (medizinisch „Sella turcica“, übersetzt „Türkensattel“). „Obwohl das Organ sehr klein und unscheinbar ist, hat es doch eine gewaltige Bedeutung für unseren Stoffwechsel. Sie ist ein zentrales Steuerorgan in unserem Hormonstoffwechsel“, so Prof. Dr. Christian Wüster, niedergelassener Endokrinologe in der Landeshauptstadt Mainz im Rhein-Main- Gebiet. In der Hypophyse werden lebenswichtige Hormone produziert:

  • das Wachstumshormon (STH),
  • das die Nebennieren stimulierende Hormon ACTH. Es ist verantwortlich für die Funktion der Nebennierenrinde (Stresshormone).
  • Prolaktin (PRL), das den Milchfluss während der Schwangerschaft und der Stillzeit reguliert.
  • LH und FSH – Hormone, die die Funktion der Sexualhormone bei Mann und Frau regulieren.
  • Das TSH, das die Schilddrüse reguliert.
  • Das Antidiuretische Hormone (ADH), das den Durst und die Trinkmenge reguliert (Hypophysenhinterlappen).

Die Hypophyse setzt sich im Blick auf ihren Aufbau aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL) und dem Hypophysenhinterlappen (HHL) zusammen. Über den sogenannten Hypophysenstiel ist die Hirnanhangdrüse mit dem Gehirn fest verbunden. Zwischen den beiden Lappen befindet sich zudem der sogenannte „Pars Intermedia“. In diesem „Zwischenteil“ wird das Hormon Melanozyten gebildet, das den UV-Schutz der Haut, den Appetit und die sexuelle Erregung reguliert. Hypophysenvorderlappen und Hypophysenhinterlappen haben einen jeweils unterschiedlichen Aufbau und haben auch unterschiedliche Aufgaben.

Beim Hypophysenvorderlappen handelt es sich um eine Drüse

Der Hypophysenvorderlappen (HVL) ist zwar mit dem Hypothalamus verbunden. Er ist aber nicht Teil des Gehirns, sondern eine klassische Drüse. Der Hypophysenvorderlappen besteht aus mehreren Zelltypen, in denen Hormone gebildet werden. Die Hormone werden in den Blutkreislauf ausgeschüttet und gelangen so zu den Zielorganen.

Der Hypophysenhinterlappen (HHL) ist Teil des Gehirns

Der Hypophysenhinterlappen (HHL) ist hingegen Teil des Gehirns. Er wird oft beschrieben als „Ausstülpung“ des Gehirns. Aus diesem Grund heraus wird der HHL auch als Neurohypophyse bezeichnet. Als Teil des Hypothalamus, dem Computer des Hormonhaushalts, besteht seine Aufgabe insbesondere darin, die beiden Hormone Vasopressin (ADH) und Oxytocin zu speichern und bei Bedarf an den Körper abzugeben. Während das Hormon Oxytocin am Ende der Schwangerschaft die Wehen und die Milchproduktion auslöst, regelt das Hormon ADH den Flüssigkeitsbedarf des Körpers über die Nieren.

Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse

Ganz unterschiedliche Erkrankungen können die Hormonbildung und Hormonausschüttung der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) stören, sodass sie entweder zu viele oder zu wenige Hormone produziert. So kann ein Tumor auf die Hypophyse drücken, oder auch eine Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute die Funktion beeinträchtigen. Auch kann ein Unfall oder ein operativer Eingriff die Hypophyse derart beeinträchtigen oder gar beschädigen, dass sie zu wenige Hormone bildet.

Die Regelkreise unseres Hormonhaushalts sind komplex

Gerät der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht, können ganz unterschiedliche Störungen die Folge sein. Es ist Aufgabe des Endokrinologen, diesen Störungen, die ihre Ursachen im komplexen Hormonhaushalt unseres Körpers haben, nachzugehen. Die Anamnese: Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten, in dem die Krankheitsgeschichte im Vordergrund steht, helfen beim Verdacht auf eine Erkrankung der Hypophyse spezielle Untersuchungen des Bluts und des Urins, um Hinweise auf die Ursachen der Störung zu erhalten. Oft sind bildgebende Verfahren notwendig, um den Zustand der Hypophyse eingehend zu untersuchen. Die Therapie kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Hormonelle Mangelzustände können zumeist mit Medikamenten erfolgreich ausgeglichen werden.

Tumoren der Hypophyse – Infos aus Mainz

Endokrinologe aus Mainz informiert zur Hypophyse

Welche Tumoren können an der Hypophyse auftreten? Endokrinologe aus Mainz gibt Antworten

MAINZ. Die Hypophyse, auch als Hirnanhangdrüse bezeichnet, gehört zu den wichtigsten hormonellen Steuerungszentralen des menschlichen Körpers. Ihr Gleichgewicht kann durch unterschiedliche Krankheiten beeinflusst werden. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster ist niedergelassener Endokrinologe in Mainz und leitet das Hormon- und Stoffwechselzentrum. Er erklärt, welche Tumoren an der Hypophyse auftreten können.

Endokrinologe aus Mainz: Häufige Tumoren an der Hypophyse

Zu den häufigsten Tumoren an der Hypophyse zählen die sogenannten Hypophysenadenome. Dabei handelt es sich um gutartige Tumoren, die am Vorderlappen der Hirnanhangdrüse verortet sind. Sind sie kleiner als zehn Millimeter, werden sie als Mikroadenome bezeichnet. Meist werden sie im Rahmen eines Zufallsbefunds nachgewiesen. Überhaupt sind klinisch relevante Adenome, also Tumoren der Hirnanhangdrüse, die Symptome verursachen, vergleichsweise selten. Nur etwa einer unter hunderttausend Menschen leidet unter einem behandlungsbedürftigen Adenom.
Wenn das Hypophysenadenom Hormone ausschüttet, wird es als hormonaktives Hypophysenadenom bezeichnet. Dabei werden die Hormone nicht bedarfsorientiert, sondern unkontrolliert und im Überfluss ausgeschüttet. Je nachdem, welches Hormon genau überschüssig produziert wird, können sich ganz unterschiedliche Krankheitsbilder damit verbinden. Adenome an der Hypophyse, die keine Hypophysen Hormone bilden oder ausschütten, werden als hormoninaktive Hypophysenadenome bezeichnet. Sie sind erst dann klinisch auffällig, wenn sie Symptome wie Sehstörungen oder ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt verursachen.

Erkrankungen der Hypophyse haben viele Gesichter, weiß Prof. Wüster aus Mainz

Hypophysenadenome gehen am häufigsten mit drei unterschiedlichen Erkrankungen einher. Dabei handelt es sich um

  • die Akromegalie,
  • Morbus Cushing und
  • Prolaktinome.

Bei der Akromegalie kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Wachstumshormonen. Knochen, Weichteile und innere Organe wachsen übermäßig. Die Gesichtszüge vergrößern sich, ebenso Nase, Füße und Hände. Auch die inneren Organe wachsen überproportional. Zudem bleibt der Stoffwechsel nicht unbeeinflusst. Hoher Blutdruck und Blutzucker-Krankheit können die Folge sein. Im Kindesalter spricht man bei dieser Diagnose vom sogenannten Gigantismus.
Morbus Cushing geht mit der überschüssigen Ausschüttung von ACHT durch ein Adenom einher. In der Folge kommt es zu einer krankhaften Cortisolausschüttung der Nebennierenrinde. Patienten leiden unter Adipositas, entwickeln ein Vollmondgesicht, zeigen Fettpolster am Nacken und Dehnungsstreifen der Haut. Darüber hinaus ist eine ausgeprägte Hämatom-Neigung ein Hinweis auf Morbus Cushing
In Mainz behandelt Prof. Wüster zudem Patienten mit Prolaktinomen. Durch die Erkrankung kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Prolaktin. Typischerweise sind Frauen von dieser Krankheit betroffen. Ihre Perioden Blutung bleibt aus. Es kommt zu Milchfluss aus der Brust. Bei Männern trägt ein Prolaktinom zu einem Rückgang der Körperbehaarung und zur Zeugungsunfähigkeit bei. Darüber hinaus können Kraniopharyngiome, Meningeome, Hypophysen-Zysten oder eine Hypophysitis, eine Entzündung der Hirnanhangdrüse, auftreten.

Hypophyse – Facharzt aus Mainz informiert zu neuer Leitlinie

neue Leitlinie zur Hypophyse / Endokrinologie Mainz

Endokrinologe aus Mainz: Tumoren an der Hypophyse müssen interdisziplinär behandelt werden

MAINZ. Zur Behandlung von Tumoren der Hypophyse ist unter Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie eine neue Leitlinie zur Diagnostik und Therapie klinisch hormoninaktiver Hypophysentumoren veröffentlicht worden. Darauf weist Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster hin. Der Endokrinologe leitet das Hormon- & Stoffwechselzentrum in Mainz, in dem auch Patienten mit verschiedenartigen Tumoren der Hypophyse behandelt werden. Weiterlesen

Erkrankungen der Hypophyse in Mainz behandeln

Hypophyse in Mainz behandeln lassen.

Kleine Drüse mit großer Wirkung – Endokrinologe aus Mainz zu Erkrankungen an der Hypophyse

Gut versteckt im sogenannten Sella turcica – im Türkensattel, liegt die Hypophyse, die Hirnanhangdrüse in der Mitte des Gehirns. Die kleine Drüse übernimmt für den Körper wichtige Steuerungsfunktionen. Nur etwa ein Gramm schwer und nicht größer als eine Kirsche hat sie jedoch gleichzeitig eine große Bedeutung für den menschlichen Stoffwechsel sowie für den Hormonstoffwechsel. Weiterlesen

Endokrinologe aus Mainz über die Hypophyse

Hypophyse: Professor Dr. Wüster in Mainz.

Prof. Wüster (Mainz): Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) beeinflusst die gesamte Hormonproduktion

MAINZ. Die Hirnanhangdrüse, die sogenannte Hypophyse, ist die Hauptdrüse des menschlichen Körpers und hat einen großen Einfluss auf vielfältige körperliche Prozesse. Sie stellt selbst viele Hormone her, die wiederum andere Organe des Körpers dazu anregen, Hormone herzustellen. Kein Wunder also, dass sich Erkrankungen an der Hypophyse in vielen Bereichen und Funktionen auswirken können. Die Hirnanhangdrüse sendet ihre Botenstoffe über das Blut zu anderen Körperteilen, wo sie bestimmte Reaktionen auslösen. Um welche Botenstoffe handelt es sich dabei und was bewirken sie im menschlichen Körper? Antworten von Endokrinologe Prof. Dr. med. Christian Wüster aus Mainz. Weiterlesen

Therapie in Mainz: Bei krankhafter Veränderung der Hypophyse

Hypophyse: Behandlung in Mainz.

Eine krankhafte Veränderung der Hypophyse kann zu Über- oder Unterproduktion von Hormonen führen

Die Hirnanhangdrüse, medizinisch auch Hypophyse genannt, ist einer der wichtigsten Hormonproduzenten in unserem Körper. Die Drüse liegt im Inneren des Schädels und steuert von dort aus zahlreiche lebenswichtige Vorgänge im Körper. So steuert die Hypophyse die Schilddrüse, die Sexualorgane, das Wachstum, den Flüssigkeitshaushalt und die Funktion der Nebennieren. So kann beispielsweise ein ständiger Durst Hinweis darauf geben, dass die Hirnanhangdrüse eine Fehlfunktion aufweist (Diabetes insipidus). Schüttet die Hypophyse große Mengen an Wachstumshormonen aus, kann eine Akromegalie oder Gigantismus die Folge sein. Auch Übergewicht (Adipositas), Unfruchtbarkeit, Abbau der Muskulatur oder Depressionen, Leistungs- und Konzentrationsschwäche oder Osteoporose (Knochenschwund) können auf eine Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse verweisen. Fehlfunktionen der Hypophyse behandelt der Mainzer Endokrinologe Prof. Dr. med. Christian Wüster. Weiterlesen