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Facharzt für Frankfurt: Osteoporose oft untertherapiert

Endokrinologe fordert leitliniengerechte Behandlung für Osteoporose- Patienten aus Frankfurt

FRANKFURT. Etwa 160.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Oberschenkelhalsbruch infolge einer Osteoporose. Rund 20 Prozent der Patienten werden laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie nach der Schenkelhalsfraktur dauerhaft pflegebedürftig. In der Altersgruppe der über 85-Jährigen verstirbt etwa ein Viertel bis ein Drittel der Betroffenen an den Folgen der Fraktur. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Wüster ist Facharzt für Endokrinologie und damit auch Experte für Stoffwechsel- Erkrankungen der Knochen. Er betont: Viele Oberschenkelhalsbrüche wären vermeidbar. Denn mehr als 90 Prozent der Patienten mit Oberschenkelhalsbruch weisen eine verminderte Knochendichte auf.

Facharzt für Region Frankfurt: Osteoporose-Prophylaxe spätestens ab 60 sinnvoll

Ist die Knochendichte über ein kritisches Maß hinaus verringert, sprechen Mediziner von einer Osteoporose. Es handelt sich um ein häufiges Krankheitsbild, gerade bei Älteren. Doch der Knochenschwund lässt sich aufhalten, wenn er rechtzeitig erkannt wird: „Es gibt wirkungsvolle Medikamente, die die Knochendichte in der Regel über die Frakturschwelle anheben. Außerdem lässt sich durch körperliche Aktivität und eine angepasste Ernährung gut gegensteuern“, beschreibt Prof. Dr. Wüster.

Der erfahrene Facharzt empfiehlt eine gezielte Osteoporose- Prophylaxe für Frauen ab der Menopause und Männer ab ca. 60 Jahren. Durch eine Knochendichtemessung und ergänzende Laboruntersuchungen lässt sich genau ermitteln, ob die Knochen gesund sind oder bereits Handlungsbedarf besteht.

Osteoporose- Patienten aus Frankfurt durch standardisiertes Behandlungsprogramm besser versorgen

Patienten, die unter einer medikamentös behandlungsbedürftigen Osteoporose leiden, können sich künftig in ein strukturiertes Behandlungsprogramm einschreiben lassen. Das sogenannte Disease-Management-Programm (DMP) basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen. Prof. Dr. Wüster begrüßt die Initiative: „Das neue DMP setzt auf intensive Aufklärung und stärkt damit die Eigeninitiative der Betroffenen. Das ist wichtig, weil sich die Knochengesundheit durch den Lebensstil maßgeblich beeinflussen lässt.“ Neben Patientenschulungen sieht das strukturierte Behandlungsprogramm auch Rehabilitationssport und ein körperliches Funktionstraining vor. Die therapeutischen Maßnahmen orientieren sich an Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand der Betroffenen, um eine individuell optimale Behandlung zu gewährleisten.

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